Nachhaltiges Supply Chain Management – Drei Best Practice Beispiele

In einer Welt, die zunehmend auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzt, spielt das nachhaltige Supply Chain Management eine entscheidende Rolle, insbesondere im Gesundheitssektor. Medizintechnikunternehmen stehen vor der Herausforderung, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln, die Menschen helfen, sondern auch ihre Lieferketten ökologisch und sozial nachhaltig zu gestalten. Nachhaltiges Supply Chain Management verbindet wirtschaftliche Effizienz mit ökologischer und sozialer Verantwortung und wird so zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Nachfolgend stellen wir Ihnen drei Beispiele vor, wie HARTMANN seine Lieferketten umweltschonend und zugleich wirtschaftlich ausrichtet.

Duales Transportsystem bei der IVF HARTMANN AG

Um transportbedingte Emissionen zu vermeiden, erfolgt der schweizweite Versand der IVF- HARTMANN-Produkte größtenteils auf der Schiene. So werden beispielsweise beim Transport von der Produktionsstätte in Neuhausen zum Inselspital in Bern insgesamt rund 134 LKW-Kilometer gespart. Durch die Nutzung eines effizienten Netzes an Umschlagzentren und die starke Nutzung des Schienentransports konnten im Berichtsjahr etwa 178 Tonnen CO2 gegenüber dem vollständigen Transport auf der Straße eingespart werden.

Effiziente Containerlogistik der PAUL HARTMANN AG

Gemeinsam mit Logistikpartnern arbeitet die PAUL HARTMANN AG an der Reduzierung von CO2-Emissionen im Bereich der Container-Transporte (Scope 3). Das Konzept beinhaltet die Vermeidung von Container-Leerfahrten, indem Container, die im Logistikzentrum Süd in Herbrechtingen entladen wurden, umgehend wieder mit Ware für den Export beladen werden. Dies reduziert LKW-Leerfahrten von und zu dem nächsten Container-Depot um ca. 70 km pro Container. Dadurch werden ca. 110 kg CO2 pro Container eingespart. Zusätzlich werden seit dem 01.07.2023 alle Container aus Asien mit Biokraftstoff1 abgewickelt, um die transportbedingten Emissionen weiter zu verringern. Durch diese Maßnahme werden ca. 0,95 Tonnen CO2 pro Container eingespart.

Optimierung der Transportwege sterilisierter Güter in der Wundversorgung

Die Sterilisation ausgewählter Produkte im Bereich Wundversorgung erfolgt teilweise bei externen Partnern. Bisher mussten die auf diesem Wege sterilisierten Produkte vor der Verteilung an die Zentrallager vom Sterilisator wieder an die ursprüngliche Produktionsstätte transportiert werden. Einem Projektteam ist es gelungen, den Transportbedarf für diese Produkte erheblich zu reduzieren: Die Qualitätsprüfung wird direkt beim externen Sterilisator erfolgen. Daraus werden sich bei gleichbleibender Qualität geringere Kosten und weniger CO2-Emissionen ergeben.