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HARTMANN in Zahlen

HARTMANN auf einen Blick

Die Firmengeschichte von HARTMANN reicht über 200 Jahre zurück. Heute zählen wir zu den führenden Anbietern professioneller Medizin- und Pflegeprodukte und damit verbundener Dienstleistungen auf dem europäischen Markt. Wir sind in 36 Ländern vertreten und vertreiben unser vielfältiges Portfolio an Dienstleistungsunternehmen in über 130 Ländern.

In einer Welt, in der das Thema Gesundheit immer wichtiger wird, bieten wir unseren Kunden Lösungen an, die eine einfache und effektive medizinische Behandlung ermöglichen. Wir sind ehrgeizig und suchen kontinuierlich nach Verbesserungsmöglichkeiten sowohl im professionellen als auch im privaten Anwendungsbereich. Dies wird in unserem Markenversprechen „Hilft. Pflegt. Schützt.“ deutlich. Unser Kernportfolio wird durch ein für den Privatgebrauch vorgesehenes Sortiment an Medizin-, Pflege- und Kosmetikprodukten ergänzt.

2023 beschäftigten wir weltweit über 10.000 Mitarbeitende und erwirtschafteten einen Umsatz von 2,3 Mrd. EUR.

Die HARTMANN-Lösungen

Die Tätigkeiten der HARTMANN GRUPPE werden in Segmenten ausgewiesen: Wundversorgung, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Komplementäre Divisionen der Gruppe, zu denen Kneipp, CMC und KOB gehören.

Wachstum im Segment Wundversorgung

Das Segment Wundversorgung realisierte im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 586,4 Mio. EUR. Das moderate organische Umsatzwachstum lag bei 5,6 %. Zur Steigerung der Profitabilität im Segment Wundversorgung haben neben dem Umsatzwachstum auch Preisanpassungen wegen höherer Material- und Energiekosten sowie Kosteneinsparungsmaßnahmen beigetragen.

In Summe war HARTMANN auch im Jahr 2023 in der Wundversorgung die Nr. 1 im europäischen Apothekenmarkt. Als Marktführer in der traditionellen Wundversorgung spürt HARTMANN dabei einen erheblichen Druck durch den sehr preisaggressiven Wettbewerb. In der modernen Wundversorgung war das dynamische Wachstum insbesondere durch die Markteinführung der silikonisierten Superabsorber-Wundauflagen getrieben. Diese wiesen ein erheblich über dem Markt liegendes Wachstum auf. In den außereuropäischen Märkten verzeichneten auch Collagen-Auflagen sehr hohe Wachstumsraten. Auch bei den traditionellen Wundprodukten wuchsen einzelne Sortimente wie beispielsweise nicht-klebende Fixierprodukte. Die Vivano®-Produkte zur Unterdruck-Wundtherapie haben ebenfalls zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen.

Das bereinigte EBITDA stieg im Berichtsjahr um 7,2 Mio. EUR auf 108,0 Mio. EUR.

Umsatzplus im Segment Inkontinenzmanagement

Im Segment Inkontinenzmanagement erzielte HARTMANN im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 759,5 Mio. EUR. Grundlage für das organische Umsatzwachstum von 6,2 % sind insbesondere die Preisanpassungen, die das Unternehmen vor dem Hintergrund gestiegener Kosten vornehmen musste.

Als besonders umsatzstarke Sortimente erwiesen sich im Berichtsjahr sowohl die Pull Ups als auch die Produkte für mittlere/schwere Inkontinenz. Außerdem zeigten Skin-/Patient Care Sortimente ein überproportionales Wachstum.

Die Kosten für Rohstoffe und Energie erfuhren im Jahr 2023 eine erneute wesentliche Erhöhung, welche die Entwicklung des bereinigten EBITDA im Segment Inkontinenzmanagement bremste. Trotz der negativen Einflüsse lag das bereinigte EBITDA im Segment Inkontinenzmanagement 2023 bei 68,2 Mio. EUR und damit nur etwa 0,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

Infektionsmanagement mit rückläufigen Umsätzen

Im Berichtsjahr verzeichnete das Segment Infektionsmanagement einen Umsatz von 515,1 Mio. EUR und damit einen moderaten organischen Umsatzrückgang um 8,0 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Nachfrage nach Schutzausrüstung und dabei insbesondere nach Untersuchungshandschuhen ging vor dem Hintergrund von hohen Lagerbeständen bei den Kunden zurück. Zudem gab es einen deutlichen Rückgang der Marktpreise bei Untersuchungshandschuhen. Bei den OP-nahen Sortimenten hingegen stiegen die Umsätze. Grund dafür war die teilweise Weitergabe von höheren Materialkosten.

HARTMANN verzeichnete vor dem Hintergrund einer reduzierten Zahl an Pflegekräften sowie noch immer hohen Lagerbeständen bei den Kunden eine gegenüber dem Vorjahr gesunkene Nachfrage nach Händedesinfektionsprodukten.

Das bereinigte EBITDA ist im Segment Infektionsmanagement um 3,4 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR gesunken.

Positive Ergebnisentwicklung bei Komplementären Divisionen der Gruppe

Die Umsatzerlöse im Segment Komplementäre Divisionen der Gruppe lagen im Berichtszeitraum bei 492,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem moderaten organischen Umsatzzuwachs um 4,4 %. Mit 12,8 Mio. EUR lag das bereinigte EBITDA des Segments über dem Vorjahreswert von 3,6 Mio. EUR.

Bei der CMC-Gruppe ist die positive Umsatzentwicklung in der Gewinnung von Neukunden und erfolgreichen Preisanpassungen begründet. Bei der Kneipp-Gruppe entwickelte sich u. a. der deutsche Markt sowie das Onlinegeschäft positiv. Der Umsatz der KOB-Gruppe war im Jahr 2023 speziell durch eine Zurückhaltung in der Bauzulieferbranche leicht rückläufig.

Gleichbleibende Umsätze im Heimatmarkt

Die HARTMANN GRUPPE erzielte in ihrem deutschen Kernabsatzmarkt 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 720,4 Mio. EUR. Der Wert entspricht exakt dem des Vorjahres. In der Region EMEA (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika) lagen die Umsatzerlöse mit einem organischen Wachstum von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr bei 1.407,8 Mio. EUR. In der Region APAC (Asien, pazifischer Raum) erzielte HARTMANN Umsatzerlöse in Höhe von 148,0 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem organischen Wachstum um 9,2 %. In der Region Americas verzeichnete HARTMANN mit einem organischen Umsatzwachstum von 4,7 % Umsatzerlöse in Höhe von 77,0 Mio. EUR.

Inlandsanteil am Umsatz leicht gesunken

Im Berichtszeitraum hat sich das Verhältnis von Umsatzerlösen im In- und Ausland minimal in Richtung Ausland verschoben: Vom Konzernumsatz entfielen 720,4 Mio. EUR und damit 30,6 % (Vorjahr: 31,2 %) auf Deutschland. Außerhalb des deutschen Heimatmarktes erzielte die HARTMANN GRUPPE mit 1.632,9 Mio. EUR 69,4 % (Vorjahr: 68,8 %) des Konzernumsatzes.

Rohstoffpreise bleiben auf hohem Niveau volatil

Auch im Jahr 2023 haben Veränderungen in der Nachfrage und geopolitische Entwicklungen wie der Krieg in der Ukraine die Rohstoffpreise stark beeinflusst.

HARTMANN erfuhr im Jahr 2023 Mehrkosten bei Rohstoff- und Energiepreisen von ca. 60 Mio. EUR. Maßgeblich dafür waren steigende Energiepreise und der Wegfall positiver Hedging- und Einkaufskonditionen aus dem Jahr 2022. Die genannten Mehrkosten berücksichtigen keine geringeren Einkaufspreise bei Untersuchungshandschuhen, da diese direkt am Verkaufsmarkt reflektiert werden. Ein Teil der Mehrkosten konnte durch Kosteneinsparungsmaßnahmen im Rahmen des Transformationsprogramms sowie partiell durch Preiserhöhungen kompensiert werden.

Leistungskennzahlen

Im Berichtsjahr hatten die vielfältigen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen deutliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der HARTMANN GRUPPE. Mit weiterhin reduzierten Nachfragemärkten, einem massiven Personalmangel in den europäischen Gesundheitssystemen sowie hohen Mehrkosten bei Personal, Material und Energie bewegte sich HARTMANN auch 2023 in einem schwierigen Marktumfeld.

Das Unternehmen hat dennoch sein Transformationsprogramm konsequent umgesetzt, strukturelle Kostenverbesserungen vorgenommen und die gestiegenen Kosten teilweise an die Kunden weitergegeben. Das Programm leistete 2023 mit zusätzlich mehr als 50 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich höheren positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA.

Moderates organisches Umsatzwachstum

Mit dem Ziel einer transparenten Kommunikation und zur Steuerung verwendet HARTMANN das organische Umsatzwachstum als zentrale Bewertungskennzahl für die Entwicklung des Umsatzes. Im Berichtsjahr verzeichnete die HARTMANN GRUPPE insgesamt ein moderates organisches Umsatzwachstum, das mit 2,3 % im Rahmen der Erwartungen lag.

Über alle Geschäftssegmente hinweg erzielte die HARTMANN GRUPPE im Jahr 2023 einen Konzernumsatz von 2.353,3 Mio. EUR. Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 1,8 %. Auf das Gesamtwachstum der HARTMANN GRUPPE haben sich dabei Akquisitionen und Desinvestitionen mit +0,2 % und Währungseffekte mit -0,7 % ausgewirkt.

Beitrag des Transformationsprogramms zur Profitabilität

Im Zuge des 2019 implementierten Transformationsprogramms investiert HARTMANN in erheblichem Umfang. Deshalb dient dem Unternehmen seit dem Jahr 2020 das bereinigte EBITDA als zentrale Steuergröße für die Ertragsentwicklung. Diese Kennzahl bildet die operative Geschäftsentwicklung ab: Sie zeigt das EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen / Wertaufholungen sowie Anpassungen beim Ergebnis. Dabei beziehen sich die Anpassungen beim Ergebnis auf die Kategorien Restrukturierungsaufwendungen, Gewinne bzw. Verluste aus Desinvestitionen und akquisitionsbezogene Aufwendungen sowie sonstige Anpassungen.

Bereinigtes EBITDA gestiegen

Das bereinigte EBITDA lag 2023 bei 203,4 Mio. EUR (Vorjahr: 190,8 Mio. EUR). Damit lag die Kennzahl über dem im Geschäftsbericht 2022 prognostizierten Rahmen und innerhalb des im November 2023 angepassten Prognosekorridors. Die bereinigte EBITDA-Rendite stieg von 8,3 % im Jahr 2022 auf 8,6 % im Berichtsjahr. Der Grund hierfür liegt vor allem im Erfolg des Transformationsprogramms mit seinem Fokus auf Kostenreduktionen, Innovationen und Effizienzsteigerungen.

HARTMANN verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 Anpassungen beim operativen Ergebnis. Dem Unternehmen sind durch seine strategische Fokussierung Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 24,0 Mio. EUR entstanden. Die wesentlichen Gründe hierfür waren die Produktionsverlagerung im Segment Wundversorgung und Produktionsmodernisierungen bei Kneipp. Darüber hinaus sind Sonstige Anpassungen in Höhe von 13,8 Mio. EUR entstanden. Diese fielen insbesondere vor dem Hintergrund digitaler Zukunftsinitiativen hinsichtlich SAP S/4HANA1 sowie schwebender Rechtsfälle aus Sachverhalten vergangener Geschäftsjahre an.

Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt das EBITDA der HARTMANN GRUPPE 165,5 Mio. EUR und liegt damit auf dem Vorjahresniveau von 165,0 Mio. EUR. Das Finanzergebnis ging auf -13,6 Mio. EUR zurück (Vorjahr: -2,8 Mio. EUR). Der Aufwand für Ertragsteuern lag nach 21,1 Mio. EUR im Jahr 2022 im Berichtsjahr bei 16,1 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Konzernergebnis um 6,7 Mio. EUR auf 32,7 Mio. EUR zurückgegangen.