Philipp Hellmich
philipp.hellmich@hartmann.info
+49 173 4794858
Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse gilt Ethanol bei sachgemäßer Anwendung zur Haut- oder Flächendesinfektion als sicher. Belastbare Hinweise auf reproduktionstoxische oder kanzerogene Wirkungen bei äußerlicher Anwendung liegen nicht vor.
Zahlreiche Organisationen auf nationaler und europäischer Ebene haben sich entsprechend klar positioniert: Ethanolbasierte Desinfektionsmittel werden seit Jahrzehnten sicher eingesetzt und sind eine tragende Säule der Infektionsprävention in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und Laboren in ganz Europa.
Der europäische Medizintechnik-Dachverband MedTech Europe hat wiederholt darauf hingewiesen, dass eine pauschale Neubewertung von Ethanol negative Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen haben könnte. Ebenso die International Association for Soaps, Detergents and Maintenance Products (A.I.S.E.) oder das internationale Kompetenzzentrum für öffentliche Gesundheit „Clean Hospitals“. Auf nationaler Ebene u. a. die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaus-Hygiene (DGKH), der Bundesverband Medizintechnologie (BVMED) sowie der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), die Krankenhausverbände in den Niederlanden, die Nederlandse Vereniging van Ziekenhuizen (NVZ), und in Belgien, die Zorgnet-Icuro, sowie die Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH) und AUSTROMED, die Vertretung der Medizinproduktehersteller. Darüber hinaus viele weitere Organisationen in ganz Europa.
„Die bevorstehende Beratung bei der ECHA ist ein wichtiger Schritt im weiteren Bewertungsprozess. Das Gremium hat die Chance, die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse differenziert zu berücksichtigen. Ethanol ist seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil wirksamer Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen. Entsprechend wichtig ist eine sachgerechte, faktenbasierte Einordnung, die den praktischen Nutzen und die reale Anwendung berücksichtigt. Ethanol ist bedeutend für den Infektions- und Gesundheitsschutz“, erklärt Arne Roettger, Leiter der Division Desinfektion der HARTMANN GRUPPE.
HARTMANN wird den weiteren Prozess gemeinsam mit Partnern aus Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Fachverbänden aktiv begleiten und sich unverändert für eine wissenschaftlich fundierte Bewertung von Ethanol einsetzen. Sobald die ECHA im Anschluss an die Beratungen neue Erkenntnisse oder eine Empfehlung veröffentlicht, wird HARTMANN Kunden, Partner und Fachkreise über relevante Entwicklungen informieren und gemeinsam die nächsten Schritte bewerten.